Presse

 

 

Schweißtreibend tobt er auf der Bühne herum, zeigt mindestens 1001 Gesicht, fesselt mit seiner rauen, tiefen Stimme. Mit weit ausladenden Gesten zieht er die Zuhörer in seinen Bann – und löst ihn mit satirischen Anmerkungen über seine Landsleute, über Christen, Juden und Moslems.

Frankfurter Neue Presse v. 7. November 2001

 

Von Liebe und Leidenschaft

Schloß Freudenberg: Saddek el Kebir entführte in die Welt der Fantasie

...In der romantischen Atmosphäre des Schlosses bei Nacht verwandeln sich die Erwachsenen in kleine Kinder, die wie gebannt den Erzählungen des Mannes aus dem Orient lauschen, der im Kerzenschein, mit einem blauen Umhang bekleidet, von der Liebe zwischen der schönen Chinesin und dem bezaubernden Jüngling aus dem Orient erzählt.

....Eine Kartenvorbestellung im Schloss Freudenberg ist unbedingt erforderlich.

Wiesbadener Tageblatt v. 20. Dezember .2000

 

Der algerische Geschichtenerzähler Saddek Kebir bringt aber mehr noch zum Tanzen als Worte: die Fantasie der lauschenden Weggefährten seiner Erzählreise in die exotische Welt aus ‚Tauendundeiner Nacht“ choreografiert allmählich hybride imaginative Gestalten. Konstellationen aus Erotik, Liebe und Betrug geraten in leichte Bewegung, die herkömmliche Vorstellungen ironisch und sanft aufmischt. Und der Körper des narrativen Großmeisters erzählt mit. Was heißt: tanzt mit.

Hannoversche Allgemeine v. 8. November 2000

 

Auch an diesem lauen Sommerabend verwandelt er wieder die „Schwartzsche“ Jugendstil-Villa in eine Oase mit Vollmond und Dattelpalmen, indem El-Kebir aus sparsam dosierten Anekdoten zwei Stunden lang seinen orientalischen Teppich knüpft. Persiflierend haucht El-Kebir seine Botschaft ein, ebenso unpädagogisch wie unmoralisch.

Wahre Liebe will er verkaufen, denn jeder Mensch sei anders und alle seien schön. „Es geht um das Entdecken und Akzeptieren“, fordert Märchenerzähler El-Kebir auch heute wieder mit ‚Mond der Zeiten‘.

Berliner Morgenpost v. 23. August 2000

 

Wirbel um Aladdins leuchtendes Hinterteil...Mit blauem Seidenkaftan und roter Pluderhose sitzt er auf einem Sofa, davor sind Teppiche ausgebreitet und Kissen verteilt: Ein Hauch von 1001 Nacht weht durch den Raum. Etwa die Hälfte der 300 Zuschauern sind Kinder, die übrigen Erwachsene – und der Märchenerzähler begeistert alle...In Deutschland sind bei Erwachsenen seine Erzählungen erotischer Märchen aus 1001 Nacht sehr beliebt. Schmunzelnd sagt er: „Das ist meine Art, zwischen den Kulturen Brücken zu bauen. Märchen für die ganze Familie zu erzählen, ist Neuland für mich.“ Dabei geht es ihm nicht nur um die Geschichte, „die ist bei jedem Erzählen etwas anders, sondern um die Atmosphäre.“ Die knisternde Spannung im Raume gibt ihm recht, und nach einer Stunde sind alle enttäuscht, daß es schon zu Ende ist. Ein kleiner Junge mahnt seinen Vater: „Zu Hause müssen wir gleich nachsehen, ob mein Hinterteil auch leuchtet.“ Einmal Aladdin sein...

Die Welt v. 20. Januar 1998

 

Saddek Kebir stimmt dunklen arabischen Gesang an und fängt an zu erzählen: von dem betrogenen Sultan und der schönsten Frau im Harem, von der verqueren Männermoral und den Wunden aus Stolz und verletzter Eitelkeit, von dem Balsam, den anderer Menschen Unglück bringt. Er liest nicht vor, er trägt vor. Er improvisiert und phantasiert...mischt jahrhundertealte Tradition mit Gegenwart...

Süddeutsche Zeitung v. 19. Februar 1998